Terror in Mülheim an der Ruhr?

Zu einem tragischen Zwischenfall mit einer Toten und einem Schwerverletzten kam es am Montag auf einer ehemaligen Bahntrasse in Mülheim an der Ruhr.
Wie erst heute bekannt wurde, raste ein Radfahrer mit hoher Geschwindigkeit ungebremst in eine Biene. Diese versuchte zunächst zu fliehen. Als das misslang, verteidigte sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten, verlor aber ihren Stachel und verstarb noch bevor Hilfe eintreffen konnte. Der Täter wurde selbst schwer verletzt, konnte aber entkommen.
Mehrere Menschen erlitten keinen Schock. Die Behörden wollten einen Terroranschlag nicht ausschließen, da ein Bekennerschreiben bisher nicht vorliegt. Ob die Tat einen islamistischen Hintergrund hat, bleibt weiterhin unklar. Zeugen hörten den Täter jedoch ‚Aua Aua‘ (deutsch: Aua ist groß!) rufen.

Irgendwas mit issen

Das Gewissen will vom Wissen wissen:
„Muss ich die weiße Fahne hissen?“
Geht es ihm doch so beschissen
alle Chancen sind verschlissen
hat die Klappe aufgerissen
ein Stück vom Leben abgebissen
kann sich aber nicht verpissen
denn würde es schon sehr vermissen
und weinen … in sein Kissen.

Meterdicke Morgenluft

Meterdick kriechende Morgenluft
schiebt den neuen Tag herauf
und klebrig blendend die Sonne ins Zimmer,
wo ich schon auf sie warte.

Kleine Blätter machen große Schatten,
um mit meinem allein das Licht zu vertreiben,
das – obschon hell – still ist.

Vom Tango berührt zum Whiskey verführt
stahl sich der alte Tag davon,
kichernd in das lautrauschende Dunkel.

Die Nacht ist Verrat am Tag
und der Tag ist ein Verräter,
von früher Stunde ins Licht gezerrt.
Nur für mich.

12 Tote in Berlin

12 Tote in Berlin. Gut 50000 seit gestern verhungert, 30000 davon Kinder. Etwa 400 haben sich totgesoffen. 60 Menschen haben sich in unserem schönen, sicheren Land seit gestern Morgen selbst umgebracht. 12 Tote in Berlin, oder wie man in Aleppo sagt: Ein ruhiger Sonntagnachmittag. Zynisch? Ja klar.

Ich hasse die mediale Betroffenheit auf allen Kanälen. Je suis Berlin, ja sicher.

Ob ich Angst vor Terror habe? Nein, wieso?

Angst habe ich vor Horst Seepetry und den Innenministern, die nur Stunden nach dem Unglück dabei waren, Gesetze zu verschärfen und uns die Freiheit und Menschlichkeit aus der Tasche zu fingern. Das geht viel zu schnell. Wir wundern uns über Blitzverhaftungswellen Stunden nach dem Türkeiputschversuch? Wir sind genauso gut. Nur einschmeichelnder, glatter. Nicht selbst Angst verbreiten, sondern Mitgefühl zur Angst umdeuten und dann schüren. Das ist bequemer, nicht so leicht anzugreifen. Jeder Terroranschlag ein Glücksfall für Populisten, die sich am noch lodernden Feuer des Anschlags die Hände reiben und ihr Süppchen darauf kochen. Ekelhaft, oder? Aber verachten wir sie dafür? Einige schon. Viele, viele dagegen wählen sie stattdessen, nur allzu bereit, die westlichen Werte im Namen ihres Erhaltes abzustreifen.

Dass der Täter nun doch kein pakistanischer Flüchtling war, spielt nach dem Mediensturm keine Rolle mehr, die Saat ist ausgebracht. Habe ich Scham deswegen vernommen? Nein.

Mitgefühl und Mitleid zu Angst und Fremdenhass zu schmieden ist das eigentliche Verbrechen. Das ist Seelenterrorismus, Zerstörung der Menschenwürde. Und zwar der unsrigen. Jedes Unglück dieser Art soll uns vor Augen führen, wie schlimm es in der Welt ist und das Mitgefühl stärken, aufrütteln, uns zur Solidarität auffordern. Und auf die Richtigen zu zeigen. Die Brandstifter in die Schranken zu weisen. Noch können wir das an der Wahlurne erledigen. Es ist so einfach, wie es klingt.

Ob ich Angst vor Terror habe? Nein, wieso?