Magischer Kuss

Magischer Kuss,
der durch und durch geht,
mich wohlig erschauern lässt.
Der alle Sinne irritiert,
das Gleichgewicht stört.
Der den Atem nimmt.
Hach…

Ohne den wird’s nix.
Ohne den redet man’s sich nur schön.
Ohne den ist es ein Kompromiss.
Ohne den ist es hoffnungslos.
Ohne den hat man aufgegeben.
Ohne den hat man einen guten Freund.
Ohne den mach ich’s nicht.

An ihm werde ich’s erkennen.

Gier

Ich wache auf und spüre es hier,
die Gier, die Gier, zu Dir! Zu Dir!
Doch darf ich nicht gehen!
Mein Herz schlägt so wild,
in mir dein Bild.
Ich muss widerstehen! Ich muss widerstehen!
Du bist in mir,
es reisst mich in Stücke,
wo ist die Brücke?
Zu Dir, zu Dir!

ausgetauscht

Schreibt sie ihm Gedichte, wie sie mir schrieb?
Sieht sie ihn an, wie sie mich ansah?
Bewundert sie ihn, wie sie mich bewunderte?
Dichtet sie mit ihm, wie sie mit mir gedichtet hat?
Ist sie kokett, wie sie es mit mir war?
Liegt sie mit ihm, wie sie mit mir lag?
Fasst sie ihn an, wie sie mich anfasste?
Tanzt sie mit ihm, wie sie mit mir tanzte?
Geniesst sie Geborgenheit, wie sie meine genoss?
Schmilzt sie in seinem Arm, wie sie es in meinem tat?
Isst sie mit ihm, wie sie mit mir aß?
Ist sie stolz auf ihn, wie sie es auf mich war?
Küsst sie ihn, wie sie mich küsste?
Geht sie mit ihm Hand in Hand, wie sie mit mir ging?
Lacht sie über ihn, wie sie über mich lachte?
Lacht sie mit ihm, wie sie mit mir lachte?
Denkt sie mit ihm nach, wie sie mit mir nachdachte?
Liebt sie ihn, wie sie mich liebte?

Das kann nicht sein…